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Vermittlungsmission in der Côte d'Ivoire

Afrika-Union will Bürgerkrieg verhindern

Der Präsident der Afrikanischen Union (AU), Jean Ping, hat am Wochenende im Zuge einer Vermittlungsmission in der Côte d'Ivoire nacheinander die beiden Konkurrenten um das Präsidentenamt getroffen.

Abidjan (AFP/ND). Ping übergab sowohl dem abgewählten Staatschef Laurent Gbagbo als auch dem international als Wahlsieger anerkannten Alassane Ouattara eine Botschaft der afrikanischen Vermittlergruppe.

Ouattara sagte anschließend, er habe eine Einladung für das Treffen der Staatschefs des AU-Rats für Frieden und Sicherheit am kommenden Donnerstag in Addis Abeba erhalten. Er habe angenommen. Ping war im Auftrag von fünf vermittelnden Präsidenten entsandt worden. Sie forderten nach einem Treffen in Mauretanien am Freitag ein Ende der Gewalt. Gbagbo müsse auch die Belagerung des Hotels in Abidjan aufheben, in das sich Ouattara nach der Wahl geflüchtet hatte.

Die Regierung Gbagbos beschuldigte die UN-Mission in der Côte d'Ivoire unterdessen, »Terroristen« ins Land einzuschleusen. Diese seien für den Tod von sieben Frauen bei einer Demonstration verantwortlich, erklärte Verteidigungsminister Alain Dogou.

Die stellvertretende Anklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH), Fatou Bom Bensouda, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Wochenende in Den Haag, der IStGH stehe für Ermittlungen wegen der Gewalttaten in der Côte d'Ivoire bereit. »Wir sammeln Informationen, wir analysieren Informationen und wir werden in sehr kurzer Zeit bereit sein zu handeln.« Das Land stehe »an der Schwelle zum Bürgerkrieg«. Nach Bensoudas Angaben kamen seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl in der Côte d'Ivoire fast 400 Menschen gewaltsam ums Leben, Hunderttausende Menschen seien wegen des Konfliktes auf der Flucht. »Es wird jeden Tag schlimmer«, so die Anklägerin.

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