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Hoffen auf Arbeit im Logistikzentrum

Standort Halle-Leipzig wird ausgebaut

  • Von Eva Mahnke, Leipzig
  • Lesedauer: 2 Min.
Die Deutsche Bahn-Tochter DB Schenker Logistics errichtet derzeit am Standort Leipzig ein neues Logistikzentrum. Es soll für das ansässige BMW-Werk Automobilteile nach China und Südafrika liefern.

Der Freistaat Sachsen arbeitet seit Jahren darauf hin, Leipzig zu einem zentralen Logistikstandort mit Anbindung an die Wirtschaftszentren Europas und der Welt zu machen. Sachsen ist aus diesem Grunde auch als Gesellschafter am Flughafen Leipzig-Halle beteiligt. Die entsprechende Investition von DB Schenker stärke Leipzigs Position als Logistikdrehscheibe Mitteldeutschlands, freut sich deshalb Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP). »Mit dem Flughafen Leipzig-Halle, dem DHL-Drehkreuz, dem Güterverkehrszentrum Leipzig ist ein leistungsfähiges System zur Verknüpfung der Verkehrsträger entstanden«, so Morlok.

BMW-Teile für China

Allein vom europäischen DHL-Drehkreuz starten an jedem Werktag 60 Flüge. Täglich werden hier 1500 Tonnen Fracht umgeschlagen. Ab Herbst soll das Frachtaufkommen vor den Toren der Stadt nun um weitere 50 Container ansteigen, die befüllt mit BMW-Bauteilen ihren Weg in die Automobilwerke im chinesischen Shenyang und im südafrikanischen Rosslyn finden sollen. Schenker ist schon jetzt als Logistikdienstleister für europäischen Landverkehr, internationale Luft- und Seefracht sowie Kontraktlogistik aktiv. Nun wird eigens für BMW das neue Logistikzentrum errichtet.

Groß sind die Hoffnungen vieler Menschen, bei Schenker ihr Auskommen zu finden. Der Konzern hatte zunächst angekündigt, 600 Arbeitsplätze schaffen zu wollen. »In einem Agenturbezirk, in dem heute eine Arbeitslosenquote von 13,6 Prozent veröffentlicht wurde und circa 53 500 Menschen arbeitslos sind, sind neue Arbeitsmöglichkeiten herzlich willkommen«, begrüßte Hermann Leistner von der Leipziger Agentur für Arbeit die Ansiedlungsentscheidung des Konzerns. Schon jetzt berücksichtige die Agentur die zukünftigen Stellenangebote und stehe im intensiven Kontakt mit Schenker. Gegenwärtig definiere man noch den notwendigen Personalbedarf, lässt der Konzern verlauten.

Viele Interessenten

Sobald dieser feststehe, so Leistner, würden gezielt Fortbildungen aufgelegt. »Jede und jeder, der Interesse hat, kann sich bei seinem Arbeitsvermittler vormerken lassen. Ich hoffe, dass das viele tun.« Ein Drittel der Arbeitslosen im Agenturbezirk Leipzig sind Langzeitarbeitslose. »Unser Ziel«, betont Leistner angesichts dieser Zahlen, »ist ganz eindeutig, vielen dieser Menschen durch eine Arbeitsvermittlung zu DB Schenker einen Weg zu öffnen, der aus der Langzeitarbeitslosigkeit herausführt.«

Groß ist bei so viel Hoffnung natürlich auch die Anzahl der Interessierten. »Im Moment bekommen wir Hunderte von Bewerbungen«, sagt Josef Lederer, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Schenker, über die Resonanz. »Wir können auf einen großen Arbeitsmarkt zurückgreifen.«

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