Empörung über »Goldene Ernte«

Polnische Bauern und Schweizer Bankiers

  • Von Julian Bartosz, Wroclaw
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wieder erregt ein Buch von Gross die Gemüter in Polen. Wie schon in »Nachbarn« (»Sasiedzi«) und »Angst« (»Strach«) hält Gross seinen früheren Landsleuten in »Goldene Ernte« (»Zlote zniwa«) den Spiegel vor.

Jan Tomasz Gross, der nach 1968 in die USA emigrierte Historiker, behandelt in »Goldene Ernte« den Raub des Eigentums von Holocaustopfern während der dritten Phase der »Judenausrottung«. So nennt er die Verbrechen eines Teils der polnischen Landbevölkerung im deutsch besetzten Polen, die die aus Ghettos und Vernichtungslagern geflüchteten Juden beraubten und ermordeten. Die Geflohenen hatten versucht, sich auf dem Lande oder in Wäldern zu verstecken. In den Dörfern aber wurden sie erpresst und der »blauen« polnischen Hilfspolizei, praktisch den Nazischergen, ausgeliefert, in den Wäldern von Bauern, aber auch von Partisanen aufgestöbert und getötet.

Nicht nur die fanatischen »wahren Polen«, sondern auch »normale« Polen sind zutiefst empört. Genau so wie nach der Veröffentlichung der Gross-Bücher über den Mord in Jedwabne 1941 oder über den Pogrom in Kielce 1947.

Wie kann man den Polen, von denen über 6000 im »Park der Gerechten un...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 522 Wörter (3486 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.