Hans-Dieter Schütt 14.03.2011 / Kultur

Abhörer, Aufhörer

Theater Dessau: »Das Leben der Anderen«

Wer den Film »Das Leben der Anderen« nicht an sich heranlassen wollte, hatte leichtes Spiel: Er brauchte bloß die unrealistisch-brutale Sexualgier eines DDR-Kulturministers auf eine Schauspielerin als eindeutig unrealistisch zu geißeln.

Nur geht es hier so wenig um »Realismus«, wie es bei Shakespeare um Realismus ging, als er den beliebten Richard III. zum Mord-Monster machte. Es geht um die Metapher der Anmaßung, die »Ich« meint, aber »Idee« sagt, die von der »großen Sache« spricht, aber damit nur niederste Egozentrik umtüncht. Und mit Hilfe der Stasi tückisch ans Ziel kommt. »Zersetzungs«-Perfektion, ein Schandstück. Schlimm, wer ein Schicksal hat, schlimmer, wer Schicksal spielt. Todernst.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: