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Mit persönlicher Zuwanderungserfahrung

Altern in der heimatlichen Fremde: Wie sich einstige Gastarbeiter auf den Lebensabend einrichten

  • Von Johanna Uchtmann, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Alt werden wollten sie hier eigentlich nicht. Viele Gastarbeiter der 1950er Jahre sind aber doch in Deutschland in Rente gegangen. Immer mehr Pflegeeinrichtungen spezialisieren sich deshalb jetzt auf die besonderen Bedürfnisse von alten Migranten. Nicht nur die Sprache, auch die Wohnung sei bei vielen älteren Migranten ein Problem, sagen die Experten.

Frankfurt/Main. Burhan Akgül ist ein Pflegefall. In den vergangenen Jahren wurde er rund um die Uhr in seiner Wohnung im dritten Stock betreut. Seit neun Monaten lebt der gebürtige Mazedonier mit türkischen Wurzeln in einem Pflegeheim des Frankfurter Verbands für Alten- und Behindertenhilfe. Das Klischee der türkischen Großfamilie, die sich um ihre Alten kümmert, kann der 62-Jährige nicht bestätigen. Akgül ist geschieden, hat kaum Kontakt zur Ex-Frau und den vier Kindern. »Wer soll sich kümmern? Wie hier kann sich die beste Familie nicht kümmern«, findet er.

Deutsch im Alter vergessen

Eine gute Bekannte von ihm verständige sich nur noch mit den Augen, sagt Akgül. Sie ist auch Türkin und lebt im selben Haus wie er. Manchmal hören sie zusammen Musik. Da spielt die Sprache keine Rolle mehr. Das ist aber nicht bei allen so. Wenn Migranten dement werden, vergessen sie manchmal, dass sie Deutsch sprechen und sind nur noch in ihrer Mutt...


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