Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Vergiftete Ratschläge

Kommentar von Roland Etzel

Der UN-Sicherheitsrat wird vielleicht schon heute eine Weichen stellende Entscheidung zu Libyen fällen. Gibt es ein Votum für die Einrichtung einer Flugverbots-Zone, mir der dann die NATO – unter dem Kommando der USA – beauftragt würde, bedeutete dies im Endeffekt einen weiteren Krieg des Westens auf arabischem Boden; mit allen daraus möglichen Konsequenzen, wie sie derzeit in Irak zu besichtigen sind.

Ablehnung oder Vertagung wären aber auch keine sachgerechte Lösung. Handeln tut not, nicht in der Weise, wie es Sarkozy und offenbar auch Hillary Clinton suggerieren. Ihr Rat, mit der Bombe in Libyen Menschen zu schützen, ist vergiftet, denn ohne Frankreich und die USA wären die Verhältnisse in ganz Nordafrika mit all ihren dunklen Seiten gar nicht möglich gewesen. Der französische Präsident scheint nicht die geringsten Skrupel zu besitzen, dass bei seinem Verhältnis zu Gaddafi die Schamfrist zwischen Rotem Teppich und Bombenteppich atemberaubend kurz ist. Die Impulse der EU-Außenminister vom Wochenende, Westerwelle eingeschlossen, waren dagegen wohltuend seriös.

Noch kann ein Dialog organisiert werden, zumal beiden libyschen Konfliktseiten in einem lichten Moment dämmern müsste, dass sie gar keine andere vernünftige Wahl haben: Gaddafi ist trotz aller Kraftmeierei international total isoliert, und die Rebellen militärisch hoffnungslos unterlegen. Aber die Chance für Diplomatie müsste bald genutzt werden.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln