Staudamm bedroht spanisches Atomkraftwerk

Nach der Katastrophe in Japan will die Regierung Zapatero ihre Meiler überprüfen lassen

  • Von Ralf Streck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nachdem die Überprüfung deutscher Atomkraftwerke angekündigt wurde, will auch Spanien seine Meiler testen lassen. Konkrete Schritte sind nicht geplant.

Industrieminister Miguel Sebastián hat vom Kontrollrat für Nukleare Sicherheit (CSN) ergänzende Berichte angefordert. Zu konkreten Schritten ist die sozialistische Regierung nicht bereit, obwohl im Nordwesten eine Schwester der Katastrophenreaktoren von Fukushima am Netz ist. Auch das AKW Santa María de Garoña soll nur überprüft werden. Die Laufzeit des 40 Jahre alten Reaktors hatte die Regierung, die einst den Ausstieg aus der Atomkraft propagierte, bis 2013 verlängert. Grundlage dafür war ein CSN-Bericht. Darin hatte sich die atomfreundliche Behörde 2009 ausdrücklich für eine Laufzeitverlängerung bis 2019 ausgesprochen.

Doch diese Reaktoren der US-Firma General Electric hätten weder in Fukushima, noch in Garoña oder im schwedischen Okarsham in Betrieb gehen dürfen. Die US-Reaktorsicherheitskommission (AEC) hatte schon 1971 gravierende Sicherheitsprobleme festgestellt. Demnach waren sogar funktionierende Notkühlsysteme nicht fähig...

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