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100 Tote bei Protesten in Syrien

Brutaler Einsatz gegen Demonstranten

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Damaskus (Agenturen/ND). Beim gewaltsamen Vorgehen von Sicherheitskräften gegen Regierungsgegner in Syrien sind nach Angaben der Opposition mindestens 100 Menschen getötet worden. Mehr als 20 000 Menschen nahmen am Donnerstag in Daraa im Süden des Landes an der Beisetzung der am Vortag getöteten Demonstranten teil.

Die Demonstranten versprachen in Slogans, »bei unserer Seele, bei unserem Blut« den Kampf der Getöteten fortzusetzen. Sie zogen von der Al-Omari-Moschee im Zentrum von Daraa zur Beisetzung der Opfer der Repression auf einem Friedhof. Die Moschee ist seit vergangenem Freitag Ausgangspunkt heftiger Proteste gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad. In der Nacht zum Mittwoch gingen die Sicherheitskräfte nahe der Moschee mit Tränengas und scharfer Munition gegen eine Sitzblockade vor.

»Es gibt sicher mehr als 100 Tote und die Stadt wird eine Woche brauchen, um ihre Märtyrer zu beerdigen«, sagte der Menschenrechtsaktivist Aiman al-Assuad der Nachrichtenagentur AFP per Telefon am Donnerstag. Ein anderer Menschenrechtler erklärte, die Zahl der Opfer in Daraa und den umliegenden Ortschaften »übersteige 150 Tote«.

Die Medienberaterin von Präsident Assad, Bussaina Schaban, kündigte derweil an, Syrien werde bald »wichtige Entscheidungen« erleben, um auf die »Wünsche des Volkes« zu antworten. »Das Volk wird an allen Entscheidungen beteiligt sein, die getroffen werden«, sagte Schaban. Assad selbst hat sich bisher in der Öffentlichkeit nicht zu den Protesten geäußert.

Syrische und ausländische Menschenrechtsorganisationen berichteten von zahlreichen Festnahmen. Amnesty International veröffentlichte eine Liste mit 93 Personen, die seit Beginn des Monats festgenommen wurden. Es handelt sich um Aktivisten, Studenten, Intellektuelle und Journalisten.

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