Über Libyen fliegt nur noch die NATO

Die Flugverbotszone ist erzwungen, doch der Westen will jetzt Gaddafis Sturz

  • Von Roland Etzel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das Militärbündnis hat seine Angriffe auf die libysche Armee weiter ins Landesinnere ausgedehnt. Am Donnerstag wurde neben Tripolis auch Sabha weit im Südwesten attackiert. Frankreich erklärte die Flugverbotszone für hergestellt.

Französische Kampfjets vom Typ Rafale und Mirage haben am Donnerstag erneut libysche Militärstellungen »250 Kilometer südlich der Küste« mit Lenkwaffen bombardiert. Nach Angaben der Streitkräfte in Paris waren in der Nacht zuvor insgesamt zehn französische Flugzeuge im Einsatz. Die internationale Militärallianz dehnte ihre Luftangriffe am selben Tag auf den bisher verschonten Süden des Landes aus. Nach Angaben aus libyschen Sicherheitskreisen bombardierte die Allianz unter anderem Ziele in der Stadt Sabha, rund 1000 Kilometer südlich von Tripolis gelegen.

Am Vortage hatten britische Militärs bereits erklärt: Nach tagelangen massiven Bomben- und Raketenangriffen der internationalen Allianz ist Libyens Luftwaffe kampfunfähig. Dies – die Einrichtung einer Flugverbotszone für libysche Maschinen – war vor Beginn der Internationalisierung der Libyen-Krise im Westen als Ziel genannt worden. Die regulären Streitkräfte Libyens sollten daran ...


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