Antje Stiebitz 26.03.2011 / Kultur

Die Angst vor dem Bösen

Eugen Sorg über die dunkle Seite der menschlichen Seele

Es sind die Abgründe der menschlichen Natur, die Eugen Sorg erforscht. Dem Kriegsreporter und Rotkreuz-Delegierten enthüllen sich auf seinen Reisen in die Krisengebiete unserer Zeit unvorstellbare Grausamkeiten. Ob im zerfallenen Jugoslawien, in Liberia oder Sudan – überall ist er mit den destruktiven Kräften des Menschen konfrontiert, die zügellos wüten, sobald es die Umstände erlauben. Der Autor, eigentlich Psychotherapeut, beobachtet, spricht mit Tätern, Opfern und kommt zu dem Schluss, dass Ideologie und Religion nicht primäre Ursachen von rauschhafter Brutalität seien, sondern die meisten Menschen solche Anschauungen lediglich nutzten, um ihren Rausch zu legitimieren. »Man bestiehlt und tötet den anderen aus konkreten Gründen: Habgier, Eifersucht, Rache und Lust, zur Selbstverteidigung, weil man dazu gezwungen wird, weil man glaubt, nicht erwischt zu werden – aber kaum aus einer abstrakten Idee heraus.«

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