Uni spekuliert an der Börse

Niedersachsens LINKE gegen riskante Geschäfte mit Hochschulgeldern

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Hochschulen in Niedersachsen sollen mit ihrem Geld nicht mehr an der Börse spekulieren dürfen. Das sieht ein Gesetzentwurf der LINKEN im Landtag vor. Mit dem Thema befasst sich die Fraktion, seit im Herbst 2010 bekannt wurde, dass die Universität Göttingen bei Aktienspekulationen einen Buchverlust von zeitweise 1,3 Millionen Euro erlitten hatte.

Niedersachsens Hochschulen beziehen ihre Finanzausstattung aus Landeszuweisungen, sogenannten Drittmitteln und Studiengebühren. Grundsätzlich erlaubt ein Gesetz den niedersächsischen Hochschulen, ihr Geld gewinnbringend anzulegen, zum Beispiel bei Sparkassen oder Banken. Vom riskanten Aktienmarkt halten sich sämtliche Hochschulen Niedersachsens fern – mit einer Ausnahme: Die Universität Göttingen spekuliert an der Börse. Allerdings hält sich die medizinische Fakultät aus dieser Anlageform heraus.

Ministerin Wanka winkt ab

Die Investitionen in Aktien bescherten der Universität während der Finanzkrise einen Buchverlust von rund 1,3 Millionen Euro. Zwar erholte sich die Geldanlage, doch schlugen die Göttinger Spekulationsgeschäfte im Dezember 2010 immer noch mit einem deutlichen Minus zu Buche: Sofern die Uni ihre Aktien zu jenem Zeitpunkt abgestoßen hätte, wären ihr 390 000 Euro weniger ausgezahlt worden als sie einst für den Aktienf...


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