Barbara Martin, Stuttgart 28.03.2011 / Inland

Schwaben wählten grün

LINKE sieht Niederlage als Ergebnis einer Antikampagne

Ein Wahlkrimi war Baden-Württemberg vorausgesagt, und den erlebten die Schwaben gestern Abend. Ob die Sensationen, die sich ankündigten, tatsächlich eintreten würden, war bei Redaktionsschluss aber noch unklar.

Die größte Wahlparty wurde in der Stuttgarter Innenstadt gefeiert. »Mappschiedsparty« hatten die Stuttgart-21-Gegner ihre Fete unter freiem Himmel genannt und Tausende waren gekommen. Um 17.59 Uhr wurde noch einmal der alt bekannte Slogan angestimmt: »Mappus weg!«, dann wurde es still. Aber nur kurz. 38 Prozent gab die Prognose der ARD den Grünen, 35 der SPD – der Jubel war heftig. Auf der Bühne lagen sich die Moderatoren in den Armen, vor der Riesenleinwand schossen manchem Widerstandskämpfer die Tränen in die Augen, und selbstverständlich erschollen lautstark Trillerpfeifen, Tröten und Trommeln. »Wir haben Geschichte geschrieben«, rief Hannes Rockenbauch, Stadtrat für »Stuttgart Ökologisch Sozial«, ins Mikrofon. Und das dürften in dem Moment die meisten geglaubt haben. Kein Wort verloren die ersten Redner zum wohl entscheidenden Grund für den Absturz von CDU und FDP: Die Atomkatastrophe in Japan blieb hier weitgehend unerwähnt.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: