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Das ZDF interviewte gestern auch Politiker der LINKEN zu ihrem Abschneiden in beiden Wahlen. Es sagte der Parteivorsitzende Klaus Ernst: »Wir haben unser Ergebnis halten können, in Rheinland-Pfalz sogar zugelegt. … Wir werten das Ergebnis nicht als Katastrophe.« Es sagte Ulrich Maurer, Parteibildungsbeauftragter im geschäftsführenden Parteivorstand und Bundestagsabgeordneter aus Baden-Württemberg: »Wir haben, glaube ich, sehr viele Stimmen den Grünen gegeben.« Es sagte Tanja Krauth, Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz, »dass Fukushima alles überlagert hat, deswegen sind wir mit unseren sozialen Themen nicht durchgekommen«.

Früher mussten sich andere Parteien heftige Rüffel von links anhören, wenn sie ihre Wahlniederlagen beschönigten und selbstkritische Einsichten vermissen ließen. Doch dieses Phänomen kennt keine Parteigrenzen. Auch LINKE-Politiker können ihre Erklärungen offenbar noch flacher halten als ihr Ergebnis. Das ist bei jeweils drei Prozent in zwei Bundesländern eine bemerkenswerte Leistung. jrs

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