Partei der gezähmten Luftballondemonstranten

Große Wahlerfolge der Grünen: Eine wachsende Klientel sowie die Hochkonjunktur des Themas Atomkraft haben sie möglich gemacht

  • Von Regina Stötzel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Historischer Machtwechsel«, »Zeitenwende im Südwesten«, »Zäsur bei Wahlen in Deutschland« – der Erfolg der Grünen bei den Landtags- und Kommunalwahlen war riesig, und mit einer grün-roten Regierung in Baden-Württemberg unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann scheint alles möglich. Kommentatoren sehen die Grünen auf dem »Weg zur Volkspartei«, als »dritte Volkspartei« oder gar als »eigentliche Volkspartei«.

Kein Wunder, dass Renate Künast beinahe vor Selbstbewusstsein platzt. Schon bald will die Fraktionsvorsitzende als zweite ihrer Partei ein Bundesland regieren. »Wir schließen in Berlin keine Option aus«, sagte sie der »Berliner Zeitung« im Hinblick auf die Abgeordnetenhauswahlen im September. Damit meinte sie nicht wie üblich das Mitregieren in jeder noch so bunten Koalition, sondern Regierungskonstellationen mit den Grünen als stärkste Partei.

Künast glaubt zu wissen, was ihr die Wähler am Sonntag mitteilen wollten: »Denen trauen wir's zu, den anderen trauen wir nicht mehr.« Realistischer wäre allenfalls: »Denen trauen wir's im Moment mehr zu als anderen.« Die Wahlbeteiligung stieg nur in Baden-Württemberg deutlich an, und auch dort blieb ein Drittel der Wahlberechtigten zu Hause. Außerdem war die CDU trotz Verlusten mit Abstand stärkste Partei. Kaum ein Ministerpräsident dürfte je von einem so geringen Prozentsatz der Bevölkerung...

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