Andreas Knudsen, Kopenhagen 30.03.2011 / Wirtschaft und Umwelt

Die Schatzkammer in der Arktis

Hohe Weltmarktpreise und der Klimawandel machen Grönland interessant für Rohstoffausbeutung

In der Arktis taut das Eis – Konzerne wittern daher das Geschäft mit der Ausbeutung von Rohstoffen, die bis dato unrentabel war.

Die Rohstoffsuche in Grönland hat Ähnlichkeit mit einem Märchen: Man weiß, dass die Belohnung für alle Mühen groß sein kann, aber es ist ungewiss, ob man alle Prüfungen bestehen wird. Die größte Insel der Welt wird seit Jahrzehnten intensiv geologisch erforscht. Aber die ergiebigsten Erzgänge oder Erdölkammern exakt zu lokalisieren, dauert lange und ist ungeheuer kostspielig. Die Ölsuche ist ein klassisches Beispiel: Lange Zeit galten die Gewässer in der Nähe der Hauptstadt Nuuk als wahrscheinlichste Lagerstätten, doch alle Probebohrungen blieben trocken. In den vergangenen zwei Jahren konzentrierte sich das Interesse der Ölfirmen auf die nordwestliche Küste – die schottische Cairn Energy fand im vergangenen Jahr Spuren von Öl, die jedoch nicht auf abbauwürdige Funde hindeuteten.

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