Provokateur, Patriarch

Rolf Hochhuth wird heute 80

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
Rolf Hochhuth, gezeichnet von Harald Kretzschmar

Vorgestern kam sein Stück »Gasherd und Klistiere« im Jüdischen Theater Bimah in Berlin Neukölln zu Uraufführung. Gestern flog er nach Moskau, heute hat er Geburtstag, seinen achtzigsten. Alltag eines Dramatikers, der die Bundesrepublik mit Stücken wie »Der Stellvertreter«, »Juristen«, »Ärztinnen«, »Soldaten« in den 60er Jahren genau so durcheinanderbrachte wie Adorno, Enzensberger, Herbert Marcuse oder die Studentenbewegung es taten. Nietzsche (den er nicht mag) hätte mit seiner Selbstbezichtigung »Ich bin Dynamit« ihn meinen können. Mit welchem Furor unternahm er die Zerstörung des zwanghaft guten Gewissens, mit dem sich die Adenauer-Republik vor der historischen Schuldfrage drückte.

Hochhuth, der Weltautor aus Eschwege, ist seit einigen Jahren Berliner. Sein größter Kummer (neben Claus Peymann) ist, dass er nicht mehr Fahrrad fahren kann. Als Hochhuth von Basel nach Berlin zog, brachte er ein hier weitgehend unbekanntes Selbstverständ...

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