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UNO-Sanktionen gegen Gbagbo

Sicherheitsratsresolution zur Côte d'Ivoire

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Mit einer Reihe von Sanktionen hat der UNO-Sicherheitsrat den Druck auf den Machthaber der Côte d'Ivoire, Laurent Gbagbo, erhöht.

New York/Abidjan (AFP/ND). Das UN-Gremium forderte in einer in New York verabschiedeten Resolution Gbagbos Rücktritt, verhängte Reiseverbote gegen ihn, seine Frau und drei seiner Vertrauten und fror deren Auslandsvermögen ein. Die Truppen von Gbagbos Rivalen Alassane Ouattara rückten unterdessen auf die Wirtschaftsmetropole Abidjan vor.

In der einstimmig verabschiedeten Resolution 1975 wird Gbagbo aufgefordert, »unverzüglich« zugunsten Ouattaras zurückzutreten. Weiterhin spricht der Sicherheitsrat in der Resolution den UN-Truppen in der Côte d'Ivoire seine volle Unterstützung für »alle notwendigen Maßnahmen« zur Erfüllung ihres Mandats aus. Sie sollen auch den Einsatz schwerer Waffen bei Kämpfen unterbinden.

»Gbagbo muss gehen«, sagte der französische UNO-Botschafter Gérard Araud. »Das ist der einzige Weg, einen kompletten Bürgerkrieg und vielleicht blutige Gewalt in den Straßen von Abidjan zu verhindern.« Frankreich hatte die Resolution gemeinsam mit Nigeria eingebracht. Mit Blick auf den Tod zahlreicher Menschen bei Kämpfen und Berichten von Vergewaltigungen sagte die nigerianische UNO-Botschafterin Joy Ogwu: »Das Undenkbare findet vor unseren Augen statt.« Die Unruhen würden »außer Kontrolle« geraten.

Das Ausland sieht Ouattara als Sieger der Präsidentschaftswahl vom vergangenen November an und fordert Gbagbos Rücktritt. Alle Vermittlungsbemühungen blieben bislang ohne Erfolg. Seit Beginn der Krise wurden mehr als 470 Menschen getötet.

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