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Über 400 000 flohen bereits aus Libyen

BBC: Zivile Opfer bei alliiertem Luftangriff

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Vor der Gewalt in Libyen sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration inzwischen mehr als 400 000 Menschen geflohen.

Genf/Tripolis (Agenturen/ND). Die meisten Flüchtlinge aus Libyen seien nach Tunesien und Ägypten gelangt, hieß es am Freitag in Genf. Innerhalb des Bürgerkriegslandes steckten weitere Zehntausende fluchtbereite Menschen fest. Allein in der Stadt Sabha im Zentrum Libyens warteten 34 000 Verzweifelte auf ihre Ausreise. Sie hätten keine Transportmöglichkeiten, um sich außer Landes zu bringen, erklärte die Organisation für Migration. Zudem fehle es ihnen an Lebensmitteln und Wasser. Es handele sich um Migranten, die in Libyen beschäftigt waren. Auch bei der Mehrzahl der bereits aus Libyen geflohenen Menschen handele es sich um Migranten.

Die Organisation teilte mit, dass sie aufgrund von Geldmangel vorübergehend die Evakuierung von Libyen-Flüchtlingen in ihre Heimatländer einstellen müsse. Man brauche zusätzliche 160 Millionen Dollar, um die Heimkehr weiterer Flüchtlinge zu organisieren. Die Internationale Organisation für Migration habe bislang rund 84 000 Migranten nach Hause gebracht. Viele Menschen wurden mit gecharterten Flugzeugen von Tunesien zurückgeflogen.

Bei einem alliierten Luftangriff auf einen Militärkonvoi des Gaddafi-Regimes in Libyen sollen sieben Zivilisten ums Leben gekommen sein. Ein BBC-Reporter in der von Regierungsgegnern kontrollierten Stadt Adschdabija berichtete am Freitag unter Berufung auf einen libyschen Arzt von dem Angriff. Der Mediziner sei zwei Tage zuvor in ein Dorf nahe des umkämpften Ölhafens Brega gerufen worden. Dort seien sieben Menschen getötet und 25 weitere verletzt worden, als alliierte Flugzeuge Raketen auf den Militärkonvoi abfeuerten.

Die Geschosse hätten die Militärfahrzeuge getroffen, habe der Arzt dem Reporter gesagt. Ein Munitionstransporter sei explodiert, die mächtige Detonation habe auch zwei Wohnhäuser zerstört. Deswegen sei es zu den Opfern unter den Bewohnern gekommen.

Unterdessen haben sich die Aufständischen unter Bedingungen zu einem Waffenstillstand bereit erklärt. Voraussetzung sei, dass die Truppen von Staatschef Muammar al-Gaddafi ihre Offensive beendeten und sich zurückzögen, sagte der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrates, Mustafa Abdel Dschalil. Die Rebellen waren zuletzt in die Defensive geraten. US-Oberbefehlshaber Mike Mullen hatte erklärt, schlechtes Wetter habe die Luftangriffe in dieser Woche behindert.

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