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Krach um die »schlesische Nationalität«

Polen: Autonomiebewegung wehrt sich gegen Vorwurf des Separatismus

  • Von Julian Bartosz, Wroclaw
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die am 1. April in Polen begonnene dreiwöchige Volkszählung hat im Land einen leidenschaftlichen Streit um die nationale Identität ausgelöst. Er bewegt Politik und Medien und wird mit jedem Tag heftiger.

Neben seinen üblichen Personendaten soll in dem Fragebogen jeder Bürger des Landes angeben, ob er sich ausschließlich als Pole betrachtet oder sich mit einer nationalen Minderheit oder einer ethnischen Gruppe verbunden fühlt. Durchgesetzt hat diese Frage die Bewegung für die Autonomie Schlesiens (Ruch Autonomii Slaska – RAS). Noch bei der Volkszählung des Jahres 2002 war ein Bekenntnis zur »schlesischen Nationalität« offiziell nicht zugelassen. Doch mussten sich die Behörden damit abfinden, dass die RAS-Mitgliedschaft sie dennoch in die Fragebögen hineinschrieb. Damals bekannten sich über 173 000 Oberschlesier zur schlesischen Ethnie und waren damit um 20 000 zahlreicher als die vor allem in der benachbarten Wojewodschaft Opole lebende deutsche Minderheit.

In der RAS-Satzung heißt es eindeutig: »Die Autonome Region Oberschlesien ist Teil des Territoriums der Republik Polen.« In einem Gespräch mit der linken Wochenschrift »Przeglad« ...


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