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Schulschwänzer aus Überzeugung

Tausende Pädagogen legten die Arbeit nieder und streikten für weniger Arbeitsstunden im Alter

  • Von Jenny Becker
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Mit Trommeln und Luftballons zogen die Lehrer durch Berlin-Mitte und forderten Arbeitsentlastung.

Die Uhren standen auf 5 vor 12, als gestern an vielen Berliner Schulen der Unterricht vorzeitig beendet wurde. Tausende Lehrer verließen die Schulgebäude, um ihren Unmut über die hohe Arbeitsbelastung auf die Straße zu tragen. Initiator des Warnstreiks unter dem Motto »Alte stärken« war die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die Demonstranten forderten vor allem die Wiedereinführung der sogenannten Altersermäßigung, also der stufenweisen Reduzierung der Arbeitszeit mit zunehmendem Alter. Lehrer sollen eine Stunde weniger arbeiten müssen, sobald sie 55 Jahre alt sind und eine weitere Stunde weniger ab dem 60. Lebensjahr.

Die Altersermäßigung, die der Entlastung älterer Pädagogen dient, wurde 2003 vom Senat abgeschafft. 2009 entfiel auch die Möglichkeit in Altersteilzeit zu gehen. Berlin sei nun das einzige Bundesland, das ältere Lehrer voll arbeiten lasse, sagte GEW-Landeschefin Rose-Marie Seggelke im Vorfeld der Proteste...


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