Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Grünkohlkönig im Karriererausch

Gesundheitsminister Philipp Rösler kandidiert für den FDP-Parteivorsitz und will Gesundheitsminister bleiben

  • Von Silvia Ottow
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Als Philipp Rösler 36 Jahre alt war, fiel dem Niedersachsen vietnamesischer Herkunft mit FDP-Parteibuch die Verfügungsgewalt über das Bundesgesundheitsministerium in den Schoß – ohne dass er eine besonders herausragende Qualifikation für dieses schwierige Amt hätte nachweisen können. Das war 2009. 2011 könnte es mit dem FDP-Vorsitz ähnlich kommen.

Wie aus dem Nichts tauchte er vor zwei Jahren plötzlich als Bundesgesundheitsminister auf: Der Liberale Philipp Rösler, jung und redegewandt, Mediziner, Familienvater, sympathisch und mit ausländischen Wurzeln. Wo hatte diese Partei ihn wohl plötzlich hergezaubert? Große Teile der Ärzteschaft, von der über die Hälfte zu den FDP-Wählern zählt, freuten sich und überhäuften den Neuen mit Vorschusslorbeeren. Sie hofften inständig, dass die Zeiten der sozialdemokratischen Gängelei ihres Berufsstandes mit dem Abgang von Ulla Schmidt nun endgültig vorbei wären. Gedeckelte Budgets, Praxisgebühr, Einnahmegrenzen – alles, wogegen sie mit Trillerpfeifen und Demos in den letzten Jahren vergeblich angepfiffen hatten, schien wieder ganz oben auf der Abschaffungsliste zu stehen.

Auch unter anderen Leistungsträgern des Gesundheitssystems – Pharmaherstellern, Apothekern – machte sich Vorfreude breit, dass hier endlich einer kam, der mit Gesetzen die...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.