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Studienwahl aus Leidenschaft

Absolventen von sogenannten Orchideenfächern haben bessere Berufschancen als bekannt

  • Von Carsten Grün
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Wenn Studenten und Professoren das gleiche Fach lieben, dann sind es oftmals Geisteswissenschaftler. In ganz kleinen Instituten haben sie sich ihre berufliche Nische gesucht. Die Atmosphäre ist familiär und alle verfolgen ein Ziel: Die Auseinandersetzung mit ihrer Wunschdisziplin. Dies zeigt ein Streifzug durch einige Geisteswissenschaften der Universität Münster.

Sophie Wennerscheid übt einen Beruf aus, den es in Deutschland kaum gibt. Sie ist Junior-Professorin für Nordische Philologie an der Universität Münster. Sie beschäftigt sich mit der Literatur von Ländern wie Schweden oder Norwegen. Ihr Vertrag ist zeitlich befristet, sie hat keinen Lehrstuhl inne, und die Zukunft ist somit im Vergleich zu ihren lebenslang verbeamteten Kollegen ungewiss. Damit befindet sie sich auf den ersten Blick mit ihren Studenten in einer ähnlichen Situation. So scheint es zumindest. Die Annahme, dass Geisteswissenschaftler große Probleme mit ihrer Berufsplanung haben, sieht sie nicht. »Natürlich gibt es die Unsicherheiten, aber die Studenten sind bereit, sich darauf einzulassen. Und so schlecht sieht es gar nicht aus. Immerhin haben unsere Absolventen vielfältige Qualifikationen und können sich gut in komplexe Zusammenhänge einarbeiten. Die meisten kommen gut unter«, sagt Wennerscheid.

Allerdings nicht an den Univ...


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