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Bitte um Rehabilitierung

Bitte, liebe UNO – lass' uns Schiffe mit Hilfsgütern übers Mittelmeer begleiten, auch wenn die gar keines Schutzes bedürfen. Wir versprechen, dass unsere Marinesoldaten, die derzeit so tatenlos auf Mittelmeerwellen schaukeln, ganz grimmig in Richtung Tripolis schauen. Unsere Kanzlerin und der Außenminister verdienen wirklich eine Chance, damit sie – nach ihrer so gescholtenen Enthaltung zum sicherheitsratsgeprüften Schießbefehl – beweisen können, wie fest Deutschland dennoch im NATO-Bündnis verankert ist. Auch wenn deutsche Flugzeuge keine Bomben auf Gaddafi werfen – gerne möchten wir uns vor den Karren von Sarkozy und Cameron spannen lassen. Sonst sind die beiden womöglich nachtragend und wollen uns in der Nach-Gaddafi-Zeit (oder wenn das Land in Ölgebiete und Wüste gespalten ist) nichts abgeben von der schwarzen Flüssigkeit, die unseren Wohlstand schmiert. Und bitte, liebe UNO, gib Schwarz-Gelb die Möglichkeit, der so mächtig werdenden rot-grünen Opposition entgegen zu kommen. Gabriel und Künast warten schon so lange, um dem irren Tyrannen ihre bereits im Bundestag hochgereckten Fäustchen zu zeigen.

Noch sind Meldung über einen deutschen Marine- oder gar einen Battle-Group-Einsatz gegen Libyen nicht bestätigt. Es besteht also die Chance, dass Kanzler- und Außenamt nicht wieder feige Krieg als Mittel der Politik verstehen. Deutschland hat wahrlich andere Möglichkeiten als militärische, will es jenen beistehen, die unter dem Morden in Libyen so grausam leiden. Denn darum geht es doch wohl – und nicht um die Einheit einer zerstrittenen Militärallianz oder das Ego von Parlamentsschwaflern.

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