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Finanz-Fado in Portugal

Regierung beantragt Hilfskredite der EU / Summe könnte bis zu 90 Milliarden Euro betragen

  • Von Ralf Streck, Madrid
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Als drittes Land im Euroraum nach Griechenland und Irland hängt künftig auch Portugal am EU-Finanztropf.

Lange hatte Portugals Regierung beteuert, keine EU-Hilfen zu benötigen. Doch nun will der geschäftsführende Ministerpräsident José Sócrates einen entsprechenden Antrag in Brüssel stellen. »Wir haben einen Zeitpunkt erreicht, wo ein Verzicht auf diese Entscheidung unzumutbare Risiken für dieses Land bedeuten würde«, sagte Sócrates am Mittwochabend im Fernsehen und klang dabei melancholisch wie ein Fado-Sänger. Letzter Anstoß war, dass Portugal für Staatsanleihen mit fünfjähriger Laufzeit mittlerweile fast zehn Prozent Zinsen zahlen muss.

Sócrates macht die Opposition für die Lage verantwortlich. Rechte wie linke Oppositionsparteien hatten kürzlich im Parlament den vierten Sparplan der Minderheitsregierung abgelehnt, worauf der Ministerpräsident zurücktrat. Beide Vorgänge hätten die Lage dramatisch zugespitzt, versuchte Sócrates, der bis zu den Neuwahlen am 5. Juni kommissarisch regiert...


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