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Wenn Vernunft und Vergnügen sich paaren

Eine kurze Geschichte des Fahrrads. Folge fünf der inzwischen mittelgroßen Serie zu den ökosozialen Aspekten der Mobilität

Wann genau Madame Vernunft und Monsieur Vergnügen jene heiße Liebesnacht zelebrierten, in der sie das Fahrrad zeugten – wir wissen es schlicht nicht. Es muss in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewesen sein. Schritt für Schritt wurde das Kleine erwachsen, bekam Pedale, Bremsen, Gangschaltung, Licht und Klingel. Es diente als Transportmittel, als Sportgerät, es diente im Militär (so dem Vietcong und der Schweizer Armee), schließlich, nämlich spätestens mit der Einführung des Bonanza-Rades, auch als Lifestyle-Gegenstand. Längst im zeugungsfähigen Alter, paart das Rad sich mit anderen Alltagsgegenständen, so mit Mofas, Rennwagen und dem aus der Muckibude bekannten Crosstrainer.

Auf dem Rad, ansonsten aber ohne technische Hilfsmittel entdeckt: Trostlose Hochhaus-Schluchten nahe der Karl-Marx-»Allee«, Köln-Chorweiler, West-Deutschland
Cruiser mögen hip sein, Chopper wirken beim Anschauen wie »Born to be wild!« ohne Motor. Sie haben jedoch einen entscheidenden Nachteil: Breite Reifen bedeuten geringe Geschwindigkeit. Das mag für einen schönen Sonntagsausflug am Rhein reichen. Eine längere Tour wäre aber eine Tortur.

Liegen und beinahe fliegen

Liegeräder erzielen Geschwindigkeiten von über 130 km/h, jedenfalls auf Kurzstrecken. Natürlich gibt es sie in den unterschiedlichsten Formen: Zwei- und dreirädrig, als Kurz-, Lang- und Tieflieger (nicht zu verwechseln mit Tieffliegern!). Und es gibt da auch noch die vollverkleideten Velomobile, bei denen sich mancher fragt, ob sie noch »High-Tech-Fahrrad« sind – oder schon ein »Low-Tech-PKW«. Mich erinnern sie eher an Rennwagen aus den 1930er-Jahren.

Pedelec ...



Liegeräder

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