Rebellion und Utopia

Höchst amüsant und bitter zugleich: »Ahasver« von Stefan Heym

  • Von Horst Nalewski
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Der Roman ist 1981 zunächst in der BRD erschienen, wo Stefan Heym, in Berlin-Ost lebend, schon seit langem veröffentlichte, um die Zensur in der DDR zu umgehen. 1969 war er sogar zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er »Lassalle« im Westen publizierte, als wohnete er dort. 1976 gehörte er zu den Erstunterzeichnern der Protesterklärung gegen die Biermann-Ausbürgerung. Ironie der Geschichte: Als die DDR nicht mehr existierte, soll Honecker jene Ausbürgerung als einen »Fehler« bezeichnet haben. Aber erst einmal galt Heym als missliebig. 1979 gab es eine weitere Verurteilung wegen Verstoßes gegen das DDR-Devisengesetz, er wurde aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen.

Als »Ahasver« 1988 in der DDR im Buchverlag »Der Morgen« erschien, schrieb ich eine Kurzrezension. Die ließ die Brisanz des Romans wohl ahnen, deutete sie aber nur vorsichtig an. Fehleinschätzung. Selbstzensur. Das lautete so: »Gegenwärtig der satirisch-fiktive...

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