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Turbine ist Favorit

Duell mit Duisburg in der Champions League

  • Von Holger Tromp, SID
  • Lesedauer: 2 Min.

Die Vorfreude auf die WM der Fußballerinnen in Deutschland erfasst auch den Europapokal. Zwei dritte Programme der ARD (RBB und WDR) übertragen das Halbfinalhinspiel der Champions League zwischen dem FCR Duisburg und Turbine Potsdam live, bis zum Freitag waren überdies bereits annähernd 3000 Tickets für das Duell der Bundesligarivalen am heutigen Samstag um 15.30 Uhr verkauft. Der FCR freut sich über eine nie dagewesene Aufmerksamkeit.

Beide Teams sind gespickt mit einer Vielzahl international erfahrener Spielerinnen. Fehlen wird dabei lediglich die gelbgesperrte Duisburger Nationalspielerin Simone Laudehr – nicht nur deshalb geht Potsdam, der Titelverteidiger, alte und neue deutsche Meister, favorisiert in das Duell.

Schon im vergangenen Jahr trafen beide Teams in der Vorschlussrunde der Königsklasse aufeinander. Turbine kam über ein dramatisches Elfmeterschießen ins Finale – und gewann auch dieses im Elfmeterschießen. »Dieses Glück können wir nicht ein zweites Mal erwarten«, warnt Turbines Trainer Bernd Schröder. »Es kommt darauf an, dass wir schnell ins Spiel finden.«

Potsdams Nationalspielerin Anja Mittag motiviert sich mit der Erinnerung an das vergangene Jahr: »Das Halbfinale damals war ein tolles Erlebnis. Und wenn du einmal so weit gekommen bist, willst du auch ins Finale.« Auch Marco Ketelaer, Trainer des FCR Duisburg, hat nur ein Ziel vor Augen: das Finale am 26. Mai in London. »Alle sind extrem konzentriert bei der Arbeit, alle wollen unbedingt in dieses Endspiel. Dafür werden wir alles tun«, so Ketelaer.

Potsdams Hoffnungen ruhen hingegen auf einer ehemaligen Duisburgerin: Fatmire Bajramaj. Die 23-Jährige spielte von 2004 bis 2009 für den FCR und verabschiedete sich mit Titeln im UEFA-Cup sowie im DFB-Pokal. Mittlerweile ist Bajramaj als Spielmacherin das Herzstück des Potsdamer Spiels, feierte mit zwei Meisterschaften (2010, 2011) und dem Gewinn der Champions League im vergangenen Jahr ihre größten Erfolge.

Ihre Beckenprellung vom verlorenen Pokalfinale gegen Frankfurt hat Bajramaj auskuriert. Und auch die Wechselgerüchte um die Weltmeisterin von 2007 – im Gespräch ist der 1. FFC Frankfurt – sollen das Glamour-Girl des deutschen Fußballs nicht davon abhalten, Turbine neuerlich ins Endspiel der Champions League zu führen.

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