Blockade gegen Nazis in Stolberg

Weniger Rechte als in den Vorjahren dem Aufruf gefolgt

  • Von Rebecca Musil
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Seit vier Jahren versuchen Neonazis in Stolberg bei Aachen (NRW) einen neuen Termin im rechtsextremen Terminkalender zu etablieren. Dieses Jahr kamen jedoch bedeutend weniger Rechte als in den Vorjahren.

Anlass der rechten Mobilisierung ist eine tödlich endende Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendlichen – der eine Deutscher, der andere staatenloser Libanese – im April 2008. Die in der Region relativ starke rechte Szene baute den toten Kevin Plum umgehend zu einem Märtyrer auf, obwohl dieser kein Nazi war. Mittlerweile mobilisiert die Szene unter dem Motto »Willst du der nächste sein?« gegen »Multikulti-Terror« und »Deutschenfeindlichkeit«.

Als Protest gegen die Neonaziveranstaltung organisierte ein bürgerliches Bündnis »gegen Radikalismus« ein Fest samt Demonstration in der Innenstadt. Zudem wurde der rechte Aufmarsch dieses Jahr erstmalig blockiert. Ein Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Linkspartei, Antifagruppen und anderen hatte zu Blockaden der Anreiserouten nach Dresdener Vorbild aufgerufen. Die Veranstalter sprachen in einer vorläufigen Bilanz von 1000 Beteiligten, die d...


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