Wie wenn man auf Pudding drückt

Mehr Erdrutsche in Mitteldeutschland?

  • Von Doreen Fiedler, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mitunter versinkt ein Stück Acker, mal ein Busch oder gar ein ganzer Lastwagen. Immer wieder entstehen in Mitteldeutschland Löcher und Krater. Vorhersehbar sind sie kaum.

Schmalkalden. Der Frühling verwildert die Gärten. Auf Jahre können drei Familien im thüringischen Schmalkalden nicht mehr in ihre selbst gebauten Häuser zurück. Denn direkt vor den Fenstern hat sich Anfang November ein riesiger Krater aufgetan, der eine Straße, Zäune, ein Auto und Garagenteile verschlang. Mittlerweile ist das 40 Meter breite und rund 15 Meter tiefe Loch mit Kies verfüllt. Ein Schild warnt jedoch noch immer: »Betreten verboten – Lebensgefahr«. Ab und an rutscht der Schotter ein paar Zentimeter nach, wenn im Untergrund erneut etwas zusammenfällt.

Zu viel Wasser

Wie aus dem Nichts sackt der Boden weg – besonders häufig auch in Mitteldeutschland. Meist klaffen die Löcher nur in Wäldern oder auf Äckern, doch trifft es auch ab und an Wohngebiete. Die Gründe sind verschieden.

Besonders von großflächigen Einbrüchen gefährdet sind stillgelegte Bergbaugebiete. Jahrzehntelang wurde dort der Abraum des Braunkohletagebaus au...


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