René Heilig 16.04.2011 / Ausland

Die Bilder hinter den Bildern

Was man über den NATO-Krieg gegen das Gaddafi-Regime selten zu sehen bekommt

Was tun, wenn man sich in eine Sackgasse manövriert hat? Zurückziehen? Nein, sagen NATO und EU, die gerade einen mehrtägigen Krisenlösungszirkus mit Treffs der EU in Luxemburg, der Libyen-Kontaktgruppe in Doha und mit einem NATO-Außenministergipfel in Berlin absolviert haben.

Wie immer im Krieg gibt es viele Wahrheiten. Auch be- und gestellte.

»Wir unterstützen die Libyer, damit sie in einem politischen Prozess über die Zukunft ihres Landes endlich selbst entscheiden können«, hatte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle zur Begrüßung seiner Gäste gesagt. Hinter dem Satz konnten sich wahrlich alle Rebellen-Unterstützer versammeln. Doch danach schieden sich die Geister wieder. Deutschland setzt auf eine politischen Lösung, ohne zu ahnen, wie die aussehen soll. Franzosen und Briten wollen die Militärschläge verschärfen, der NATO-Generalsekretär fordert mehr für den Erdkampf geeignete Jets. Die haben eigentlich nur die US-Amerikaner. Die wollen sich aber nicht auf einen dritten Kriegsschauplatz locken lassen. Italien und Katar fordern, die libyschen Rebellen für ihren bislang nicht so erfolgreichen Kampf gegen den Diktator Gaddafi mit modernen Waffen auszurüsten. Und in der Tat, wer sich die TV-Berichte aus Rebellenland anschaut, gewinnt den Eindruck, dass die Kämpfer nur Schrott in Händen halten, den sie in Gaddafis Kasernen erbeutet haben. Fragt sich zunächst, wieso die libysche Armee im Osten des Landes nur Museen unterhielt. Vor allem Fliegerabwehr-MG sind zu sehen und RPG 7, die schon lange nicht mehr den Namen »Panzerschreck« verdienen.

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