Synthese der Avantgarden

Eine Ausstellung der kubistisch geprägten Berliner Plastik um 1920 im Georg-Kolbe-Museum

  • Von Klaus Hammer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Herwarth Walden mit Büste, 1917

Etwas irritierend ist der Titel dieser Ausstellung »William Wauer und der Berliner Kubismus« schon. Einen Zusammenschluss unter der Bezeichnung Berliner Kubisten hat es damals – um 1920 – nicht gegeben. Bei den im Georg-Kolbe-Museum ausgestellten Künstlern kommen expressionistische – und das zuallererst –, kubistische, futuristische, konstruktive und abstrakte Tendenzen zusammen. Kann deshalb von einem »Berliner Kubismus« gesprochen werden? Bei William Wauer, diesem Pionier avantgardistischer Kunst, wie bei den anderen Bildhauern dieser Jahre sind immer kubistische mit anderen Elementen verbunden. Es ist eine Synthese von unterschiedlichen avantgardistischen Stilrichtungen – und das gerade macht die Faszination dieser sowohl bekannten (Alexander Archipenko, Rudolf Belling, Georg Kolbe, Edwin Scharff, Richard Scheibe) als auch weitgehend unbekannten Bildhauer um 1920 (Katharina Heise, Oswald Herzog, Marg Moll u.a.) aus.

Die vielfälti...


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