Benjamin Beutler 19.04.2011 / Politik

Kein Geld für Palmöl in Honduras

Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft reagiert auf Protestkampagne

Die Protestkampagne »Honduras: 25 Morde für Palmöl mit Weltbank-Kredit« hat ihre Wirkung nicht verfehlt: Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) zahlt das Darlehen an die Dinant-Gruppe von Miguel Facussé Barjum nicht aus. Hintergrund ist ein blutiger Landkonflikt.

Auf dem Papier hört sich »Förderung nachhaltiger Entwicklung« im globalen Süden gut an. Mit einem 20-Millionen-Dollar-Kredit wollte die Deutsche Entwicklungsgesellschaft (DEG) »die Finanzierung verschiedener Investitionen mit positiven Effekten für die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen in Honduras« bezuschussen, erklärt DEG-Repräsentant Graf Hubertus Plettenberg in einem Schreiben an die Umweltorganisationen »Rettet den Regenwald«, »Biofuelwatch« und »CDM Watch«. Verwendet werden sollten die Mittel für die Neuanpflanzung bestehender Palmölplantagen zwecks Herstellung von Speiseöl sowie für Biogasanlagen zur umweltschonenden Abwasserentsorgung und gleichzeitigen Erzeugung von erneuerbarer Energie. Auf den ersten Blick ein rundes Konzept.

Ins Geschäft gekommen waren die Europäer mit Miguel Facussé Barjum, einem der reichsten Männer Zentralamerikas. Mit Kredithilfe wollte der 80-jährige Geschäftsmann ins...

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