Ina Beyer 20.04.2011 / Inland

Rekord bei Hartz-IV-Sanktionen

Bundesagentur für Arbeit zieht Schrauben für Leistungsbezieher offenbar noch stärker an

»Hartz-IV-Schande« prangte am Dienstag in dicken Lettern auf dem Titel der »Bild«-Zeitung. Nach Angaben des Blattes haben die Jobcenter im vergangenen Jahr so viele Sanktionen wie nie zuvor gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt. Doch worin besteht die eigentliche Schande?

Sanktionen in rund 828 700 Fällen – rund 14 Prozent mehr als im Vorjahr – listet »Bild« unter Berufung auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA). Im Schnitt wurde die »Stütze« dabei um 123,72 Euro im Monat gekürzt – im Jahr davor waren es 114,31 Euro gewesen. In den weitaus häufigsten Fällen (knapp 500 000) seien Leistungsempfänger nicht zu Terminen mit der Arbeitsagentur erschienen. Mehr als 102 000 Mal hätten sich Betroffene geweigert, eine vom Jobcenter als zumutbar angesehene Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit anzunehmen. In knapp 20 000 Fällen seien Eingliederungsmaßnahmen abgebrochen worden. In wenigen Fällen – laut »Bild« 389 – »verprassten« Hartz-IV-Empfänger zunächst ihr »Vermögen« und waren dann wieder auf die Leistung angewiesen. Die Zeitung macht daraus indes einen großen Skandal.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: