Plötzlich sind alle kritische Aktionäre

RWE-Chef Großmann unter Dauerbeschuss – wegen Atom- und Kohle-Kurs

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Diesmal ging es nicht nur um die kredenzten Mettbrötchen und eine kurzfristige Dividende: Auf der Jahreshauptversammlung der RWE AG flogen gestern die Fetzen – und nicht nur die üblichen Verdächtigen muckten auf.

Die Synthese aus Arroganz und Verunsicherung heißt Trotz. Und trotzig wirkte er, als er gestern auf der Jahreshauptversammlung seines Konzerns dessen Geschäftspolitik verteidigte: Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG und Atomkraft-Lobbyist. Begrüßt wurde er noch mit mildem Applaus, doch kaum hatte er zu sprechen begonnen, wurde der 59-Jährige bereits durch Zwischenrufe unterbrochen.

»Abschalten, abschalten!«, rief ein halbes Dutzend AKW-Gegner, das den Weg in die Essener Grugahalle gefunden hatte. Sie hielten Transparente hoch, auf denen »RWE abschalten« und »Atomprofite? Schluss jetzt!« stand. Nach einer Viertelstunde Tumult redete Großmann schließlich selber über »das erfolgreiche Abschalten von RWE«. Das jedoch war kein Versprechen, sondern ein Versprecher. Großmann meinte das aus seiner Sicht »erfolgreiche Abschneiden« des Energie-Oligopolisten im letzten Geschäftsjahr.

Nein, zur Selbstkritik sieht Großmann durchaus kein...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 551 Wörter (3942 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.