Neue Generation vor den AKW-Toren

10 000 erinnerten in Grohnde an Tschernobyl

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Mehrere Tausend Atomkraftgegner haben am Ostermontag vor dem Atomkraftwerk Grohnde in Emmerthal bei Hameln für die Stilllegung aller Atomreaktoren demonstriert. Die Kundgebung begann mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima. Die Veranstalter zählten zum Auftakt rund 10 000 Teilnehmer.

Den letzten Ausschlag gaben die Tiere. Als Annette Scheland am Ostersamstag im Fernsehen Bilder von den Kühen und Schweinen sah, die ungefüttert und ungemolken in der Sperrzone von Fukushima umherirrten, stand für die Dreißigjährige fest, dass sie erstmals in ihrem Leben an einer Demonstration teilnehmen würde. Zusammen mit der Hamelnerin haben sich am Montag weit über zehntausend Menschen zum Protest am Atomkraftwerk Grohnde an der Weser versammelt.

Viele sind mit dem Rad gekommen, Konvois starteten am Morgen unter anderem in Hameln, Holzminden und Bielefeld. Rund 80 geschmückte Traktoren stehen dicht an dicht auf der schmalen Zufahrtsstraße, die vom Dorf Grohnde zum AKW-Gelände führt. A...


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