Flamenco trifft Schiller

Ein Gitarrist und ein Schauspieler kombinieren, was auf den ersten Blick nicht zusammenpasst

  • Von Antje Stiebitz
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Barbar-Bar in Berlin-Charlottenburg ist gut gefüllt. Die treibenden Klänge der Flamencogitarre und expressiv rezitierter Gedichtzeilen lassen den Zug Theodor Fontanes auf die Brücke am Tay zurasen. Tempo, Fortissimo. Atemlos steht die Katastrophe im Raum. Das hämische Gewisper der Hexen, unterlegt von einem spanischen Tanz, dem Fandango, bietet fast etwas Erholung. Der törichte Glaube an die Technik – selten so aktuell – lässt Bildfetzten von Fukushima aufsteigen.

Der Flamencogitarrist Georg Kempa und Schauspieler Uwe Neumann (Foto: Neumann) wagen ein eineinhalbstündiges Experiment. Sie kombinieren, was zunächst fremd erscheint: Flamenco und deutsche Dichtung. Eigentlich wollte ich spanische Texte zur Flamencomgitarre lesen, erläutert Georg Kempa die Entstehungsgeschichte des Duos. »Aber da...


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