Werbung

1 Mai: Proteste gegen Nazi-Demos geplant

Tausende wollen gegen Rechts auf die Straße / Polizei beschwört im Vorfeld linke Gewalt herauf

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Neonazis planen auch in diesem Jahr bundesweit Aufmärsche zum 1. Mai. Die Rechten haben diesmal das Thema Arbeitnehmerfreizügigkeit aufgegriffen und warnen wieder vor den »Fremdarbeitern«. Antifaschistische Gruppen und Gewerkschaften rufen zu Gegendemonstrationen auf.

Berlin (dpa/ND) In Heilbronn (Baden-Württemberg) ruft die NPD unter dem Motto »Fremdarbeiterinvasion stoppen!« zu einer Demonstration gegen die am 1. Mai in Kraft tretende Arbeitnehmerfreizügigkeit auf. Rund 800 Teilnehmer werden erwartet. Ein Versuch der Stadt, die rechte Demonstration zu verbieten, war in zwei Instanzen gescheitert.

Deutlich mehr als 1000 Beamte und Wasserwerfer sollen im Einsatz sein. Traditionell wird die Gefahr von Seiten der Polizei vor allem von Links vermutet. Sie richtet sich daher auf massive linke Störversuche ein.

Ähnlich sieht es in Bremen aus: 3000 Beamte werden im Einsatz sein, um ihr eigentliches Ziel – Ausschreitungen zwischen Linken und Rechten zu verhindern – umzusetzen. Rund zwei Drittel der Beamten stammen aus anderen Bundesländern und werden nach dem Einsatz gleich weiter nach Berlin reisen. Der Einsatz wird etwa 1,2 Million Euro kosten.

Bis zu 400 Nazis wollen in Bremen marschieren. Genauso viele »Gewaltbereite« vermutet die Polizei bei 5000 Gegendemonstranten insgesamt. Die Organisatoren eines breiten Bündnisses aus antifaschistischen Verbänden und Gewerkschaften rechnen sogar mit bis zu 10 000 Teilnehmern.

In Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) hat die NPD rund 500 Teilnehmer angemeldet. Ein Verbot scheiterte. Das Oberverwaltungsgericht urteilte, in dem Motto »Unsere Heimat – unsere Arbeit! Fremdarbeiterinvasion stoppen« liege keine strafbare Handlung vor. Das Gericht verhängte aber mehrere Auflagen: Die Wegstrecke darf nicht verlassen und Trommeln dürfen nicht im Marschtakt geschlagen werden.

In Halle (Sachsen-Anhalt) erwartet die Polizei einen Aufmarsch von bis zu 350 Neonazis. An den Gegendemonstrationen wollten sich rund 2200 Menschen beteiligen. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) sagte: »Wir wollen gemeinsam ein Zeichen setzen für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz«. Wer glaubwürdig sein will, müsse mit friedlichen Mitteln demonstrieren.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen