Wolfgang Hübner 04.05.2011 / Kolumnen
Medienkolumne

Gefühlte Gerechtigkeit

Wolfgang Hübner ist stellvertretender Chefredakteur des »Neuen Deutschland«

Das Exekutionskommando gegen Osama bin Laden, der den Tod etlicher tausend Menschen auf dem Gewissen hat, löste in den USA eine Welle der Begeisterung aus. In Deutschland, wo glücklicherweise noch kein gravierender islamistischer Anschlag stattgefunden hat, sind die Reaktionen nicht so euphorisch. Aber sie zeigen, wie sehr sich die Gesellschaft in den letzten zehn Jahren verändert hat, wie stark sich Werte verschoben haben – seit die westliche Welt endgültig beschlossen hat, den Terrorismus mit Terror zu bekämpfen.

Dieser Wertewandel, der das Verständnis von Rechtsstaatlichkeit immer weiter aushöhlt, führt dazu, dass in etlichen Medien bestimmte Fragen, die doch den Kern des Geschehens berühren, überhaupt nicht mehr oder nur noch zaghaft gestellt werden. Die Frage etwa nach den völkerrechtlichen Grundlagen der Kommandoaktion wird kaum aufgeworfen, ebenso wenig wird erörtert, warum die USA eine Militäreinheit einfach so und ohne zu f...

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