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»Bin Ladens Tod hat die Taliban geschwächt«

Vertreter der afghanischen Zivilgesellschaft zeichnen düsteres Bild von der Lage am Hindukusch

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Wiederaufbau in Afghanistan kommt kaum voran. Krieg, Drogenhandel und eine korrupte Regierung stehen ihm entgegen. Vertreter der afghanischen Zivilgesellschaft hoffen nun, dass der Tod Osama bin Ladens eine Wende bringen könnte.

Mina Wali (links) und Wadir Safi

»Der Tod Bin Ladens war eine gute Nachricht«, sagt Mina Wali. »Ich hoffe, wir können auch noch den Rest von dem, was er uns hinterlassen hat, ins Meer werfen. Bin Laden war für das schlechte Image verantwortlich, das Afghanistan und der Islam in der Welt haben.« Die Afghanin, die 28 Jahre ihres Lebens in den USA verbrachte und nach dem Sturz der Taliban in ihr Heimatland zurückkehrte, ist sichtlich erfreut über den Tod des Terroristen. Bedenken, dass die Liquidierung Bin Ladens durch USA-Soldaten im pakistanischen Abbottabad keineswegs rechtsstaatlichen Prinzipien entspricht, hat sie offensichtlich nicht.

Frau Wali ist dieser Tage gemeinsam mit Dr. Wadir Safi nach Europa gekommen, um Vorträge zu halten, auch an der Berliner Humboldt-Universität. Außerdem werben sie bei der EU um finanzielle Unterstützung für ihre Hilfsprojekte am Hindukusch. »Bisher haben wir auf unsere Anfragen in Brüssel jedoch nur mündliche Zusagen erhalten«, er...


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