Karin Leukefeld, Damaskus 10.05.2011 / Ausland

Bedrückende Ruhe über Damaskus

Der syrische Staat ist um Normalität bemüht, doch wenig geht seinen gewohnten Gang

Die syrische Armee hat am Montag in den Vorstädten von Damaskus, in Banias und Homs erneut Hunderte Menschen festgenommen. In Homs sollen gepanzerte Einheiten in mehrere Stadtviertel eingerückt sein. Die syrische Nachrichtenagentur SANA meldete, dass »eine groß angelegte Operation« im Gang sei, »um jeden Versuch der Destabilisierung des Landes zu unterbinden«.

»Wir hoffen, dass es bald besser wird. Alles ist bekannt, die vielen Toten...«. Die junge, elegant gekleidete Frau schluckt und holt tief Luft, um die Tränen zu unterdrücken, die ihre stark geschminkten Augen füllen. »Ich habe immer gedacht, Syrien ist sicher, nie habe ich mir vorstellen können, dass so etwas hier bei uns geschieht. Aber wir werden es schaffen, Syrien wird wieder sicher sein, und stark«, fügt sie nach einer kurzen Pause hinzu. Jetzt klingt ihre Stimme wieder fest und sicher. »Wir waren sowieso auf dem Reformweg, der wird weiter gehen.« Fast trotzig schüttelt sie die Haare aus dem Gesicht und wechselt dann demonstrativ das Thema. Es gehört zu den unausgesprochenen Spielregeln in Syrien, dass niemand namentlich genannt werden möchte, wenn er oder sie mit einer ausländischen Journalistin spricht.

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