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Beauftragte beklagt Zerrbild in den Medien

Böhmer: Auch über gelungene Integration berichten

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München (Agenturen/ND). Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hat ein Zerrbild der Integration beklagt. In den vergangenen Monaten sei oft pauschalisiert über Zuwanderung berichtet worden, sagte Böhmer am Montag zum Auftakt der Bundeskonferenz der Integrations- und Ausländerbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen in München. »Angesichts der wachsenden Vielfalt in unserem Land brauchen wir mehr Migranten vor und hinter Kameras und Mikrofonen und in den Redaktionen«, so Böhmer. Sie forderte die Medien auf, öfter über Beispiele gelungener Integration zu berichten.

Unter dem Motto »Wahrnehmung und Wirklichkeit – Integrationsland Deutschland« diskutieren die rund 150 bundesweit tätigen Integrationsbeauftragten noch bis heute über die Rolle der Medien in der Integrationsdebatte. Ziel sei es, das gegenseitige Vertrauen zwischen Deutschen und Migranten zu fördern, sagte Böhmer.

Bei allen zweifellos vorhandenen Problemen gibt es der CDU-Politikerin zufolge eine Vielzahl von Beispielen erfolgreicher Integration. So habe beispielsweise die jüngste PISA-Studie gezeigt, dass junge Migranten langsam bei der Bildung aufholten.

Nach Ansicht von Böhmer sollten deutsche Unternehmen zugewanderte Mitarbeiter stärker unterstützen. »Ein fester und auch guter Arbeitsplatz reicht für eine umfassende Integration nicht aus. Richtig heimisch fühlt sich nur jemand, der auch sozial integriert ist«, so die Integrationsbeauftragte. Dafür müssten die Integrationskurse verbessert und auch für EU-Bürger angeboten werden.

Der bayerische Integrationsbeauftragte Martin Neumeyer (CSU) bekräftigte seine Forderung nach sogenannten Elternschulen für Zuwanderer. In speziellen Kursen sollen eingewanderte Eltern lernen, wie sie ihre Kinder besser fördern können. Bildung sei der Schlüssel zur Integration, sagte Neumeyer: »Ohne einen Abschluss ist es sehr schwierig, sein Leben in der Zukunft zu gestalten. Die Eltern haben hier die Verantwortung für ihre Kinder.«

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