Wildsau und Weidelamm

Künftiger Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will Privatisierung statt Solidarität

  • Von Silvia Ottow
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mit dem Gesundheitsexperten Daniel Bahr zieht der jüngste Ressortchef aller Zeiten in das Bundesgesundheitsministerium ein. Der 34-Jährige beerbt seinen Vorgänger Philipp Rösler, dessen politische Ambitionen er durchaus teilt: Kopfpauschale in der Krankenversicherung, Privatisierung des Krankheitsrisikos, weniger Regeln auf dem Arzneimittelmarkt, mehr Krankenkassenwettbewerb.

Demnächst wird mal wieder ein Experte Ressortchef im Bundesgesundheitsministerium an der Berliner Friedrichstraße. Der Liberale Daniel Bahr – bereits mit 14 zog es ihn zu den Jungen Liberalen (JuLis) und zwei Jahre später wurde er FDP-Mitglied – gehört seit 2002 dem Bundestag an und arbeitet seitdem auf dem Gebiet der Pflege- und Gesundheitspolitik. 2009 holt Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler den Bachelor auf Science in Economics, der den Schwerpunkt seiner Ausbildung auf Gesundheitsvorsorge und Krankenhausmanagement gelegt hatte, als Parlamentarischen Staatssekretär. Neben der politischen Arbeit hatte Bahr 2008 seinen Masterabschluss erworben und sich einen exzellenten Ruf als Fachmann in der Gesundheitspolitik erarbeitet. Kein ernst zu nehmendes Forum verzichtete auf den Sachverstand des Berufspolitikers, er wurde in Talkshows eingeladen und attackierte dort seine Gegner ebenso hitzig wie die sozialdemokratische Rösler-Vorgäng...


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