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Rausch und Reigen

Gisela Steineckert zum heutigen 80. Geburtstag

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Vor einigen Wochen rezensierte ND – großflächig, wie es sich für Seelennähe gehört – Gisela Steineckers Autobiografie »Immer ich«. Tänzerisch, hieß es da, gehe sie »durch das Netzwerk ihrer Erinnerungen«.

Tänzerisch. Das ist gut. Tanz assoziiert Goethes Hexenküche, den Kirmesstampfer wie das leichte Wiegen oder das feurige Herumwirbeln. Volkes oder der Feinsinnigen Tänze. Rausch und Reigen; Rasanz und Romantik. Die Steineckert: das Weib, das verführt und führt – führend vor allem in der Hingabe. Wie es der Titel der Erinnerungen sagt: Immer ich. Das ist das ganze Programm: Anmaßung, Maßstab, Ausgesetztsein, Ausgangspunkt, Marschrichtung – und Ziel. Das sich immer wieder verflüchtigt. (Und der Tanzschritt ward ruhiger, wie es in nebenstehendem Gedicht anklingt.)

Was hat man denn mehr als dieses kostbare, einzige, unwiederholbare, vollblutige und doch so fragile Ich?! Jedes Ich ist eine Welt, ohne die alle Welt ärmer wäre, aber e...


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