Märkische Landpartie mit der tollen Knolle

Vor 255 Jahren erließ Preußenkönig Friedrich II. seinen Kartoffelbefehl und setzte ihn mit Trick 17 durch

  • Von Heidi Diehl
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

»Jeder soll nach seiner Facon selig werden«, ließ der Alte Fritz die Welt wissen. Bei seinen Untertanen allerdings hat er ein bisschen nachgeholfen, damit sie nicht weiter vor Hunger und Entkräftung starben. Denn, die kargen märkischen Sandböden gaben nicht genug her, um die ständig wachsende Bevölkerung zu ernähren. Doch genau diese Böden waren nahezu ideal für die Kartoffel, die bislang wegen ihrer hübschen Blüten nur als Schmuckpflanze in hochherrschaftlichen Gärten einen Platz gefunden hatte. Deshalb ließ der Alte Fritz die Knolle gratis an seine Untertanen verteilen, die aber hungerten lieber weiter, als sie zu essen. Nachdem der Preußenkönig sich das eine Weile mit angesehen hatte, zog er die Notbremse. Am 24. März 1756 erließ er seinen »Kartoffelbefehl«, in dem er »sämmtliche Land-Räthe und Beamte« aufforderte, dem widerspenstigen Volke den »Nutzen von Anpflantzung dieses Erd Gewächses begreiflich zu machen, und denselben anzura...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.