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PLATTENBAU

  • Von Jan Freitag
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Es ist eine musikphilosophische Frage. Was hat der politische Protestsong, was haben all die Angry Young Men mit Gitarre und Botschaft der globalisierten Welt von heute mehr entgegenzusetzen, als bloß wütende junge Männer (und ein paar Frauen) zu sein? Die »Süddeutsche« antwortete unlängst in einer ätzenden Abrechnung mit drei aktuellen Beispielen deutschsprachigen Politpops: Eigentlich nichts außer etwas Nostalgie und reichlich Worten.

Da würde man dem Rezensenten wünschen, den Refrain einer der kritisierten Bands mal ganz laut aufzudrehen. »Was bleibt mir anderes übrig/ als mit meiner Armut anzugeben«, schreit Sänger Timm Völker aus vollem Hals, haut seine stinksaure Gitarre drunter – es gibt da ein Gefühl, das von diesem hochintelligenten Aufschrei des Prekariats sicher nicht ausgedrückt wird: Nostalgie.

Denn 206, eine dreiköpfige...


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