Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Das Volk hat verstanden

Andrea Moses inszenierte Mussorgskis »Chowanschtschina« in Dessau

  • Von Irene Constantin
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Machtkämpfe, ausgetragen auf dem Rücken des russischen Bären: »Chowanschtschina« in Dessau

Chowanski-Schweinerei« ist ein schöner Operntitel. Dabei könnte das Werk ebenso »Peter-Schweinerei« heißen. Es behandelt die Wirrungen und Machtkämpfe vor Peters Inthronisierung ganz unparteiisch, als vielgestaltigen Bilderbogen. Es ist immer eine Frage von Sieg oder Niederlage, wessen Name am Ende auf bronzenen Reiterstandbildern steht und wessen Name eine Nachsilbe bekommt, die »Machenschaft«, »Gaunerei« oder Schlimmeres bedeutet. Peter I., später »der Große« bekam am Ende des 17. Jahrhunderts die Zarenkrone; die Chowanskis, Fürst Iwan und sein Sohn Andrej die Brandmarkung Meuchelmörder.

Andrea Moses inszenierte diese »Chowanschtschina« am Anhaltischen Theater Dessau als einen Versuch über die russische Seele, über die russische Politik und über die russische Kunst. Sie holte das Stück in die Jahre der Wirrungen um 1989/90 und schließlich in die Gegenwart und handelte damit im Sinne des Komponisten. Sowohl in »Boris Godunow« als a...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.