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Initiative gegen Garnisonkirche

Im Potsdamer Kabarett »Am Obelisk« organisierten sich Gegner der Wiederaufbaupläne

  • Von Wilfried Neiße, Potsdam
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Für die provisorische Kapelle am historischen Standort der vor 43 Jahren abgerissenen Potsdamer Garnisonkirche wurde am Freitag das Richtfest gefeiert. Am Vorabend hat sich in der brandenburgischen Landeshauptstadt eine Bürgerinitiative gegen den geplanten Wiederaufbau der Garnisonkirche gegründet.

Man hätte den Eindruck gewinnen können, das Ganze sei nicht besonders ernst gemeint. Denn es war das Potsdamer Kabarett »Am Obelisk«, das am Donnerstag zum Schauplatz der Veranstaltung wurde: Rund 50 Menschen hatten sich eingefunden, um eine Bürgerinitiative zu gründen, die sich dem geplanten Wiederaufbau der Garnisonkirche entgegenstellen will.

Doch machten die sieben jungen Initiatoren für »Potsdam ohne Garnisonkirche« rasch klar, dass hier ein Vorgang thematisiert wird, der zum Teil todernste Züge trägt. Ein älterer Potsdamer, der sich als Walter Stacke vorstellte, brachte es auf den Punkt: Die Garnisonkirche diente zu allen Zeiten »einem Gott, der Eisen wachsen ließ«. Nicht allein der schauderhafte Tag von Potsdam im März 1933, als Reichskanzler Adolf Hitler sowie der Reichspräsident und Weltkriegsverlierer Paul von Hindenburg an diesem Ort unter dem Segen der Kirche die geistige Vermählung feierten, habe die Garnisonkirche gepr...


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