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Weitere Kasse auf Pleitekurs

BKK für Heilberufe droht die Insolvenz

Düsseldorf/Berlin (dpa/ND). Nach der Pleite der City BKK droht jetzt der Betriebskrankenkasse (BKK) für Heilberufe die Zahlungsunfähigkeit. Das zeigte die Düsseldorfer Kasse dem zuständigen Bundesversicherungsamt (BVA) in Bonn an, wie aus einem Schreiben des Kassenbeirats hervorgeht. Die Schließungskosten belaufen sich nach Schätzungen demnach auf 34 Millionen Euro bis zum Jahresende, dazu komme ein bereits bekanntes Darlehen in Höhe von 48 Millionen Euro.

Um eine Insolvenz abzuwenden, sei die Kasse auf Partnersuche, teilte Sprecher Ulrich Rosendahl mit. »Es laufen mehrere Gespräche mit Fusionskandidaten«, bestätigte die Sprecherin des BKK-Bundesverbands, Christine Richter. Die Zeit ist knapp: Bis Ende Mai oder Anfang Juni solle entschieden sein, ob es Interesse gebe. Die angeschlagene Kasse hat 127 000 Versicherte. Allein 2010 sei die Hälfte ihrer Mitglieder und damit zusätzlich Finanzkraft verloren gegangen.

Ungeachtet aller Proteste aus der Politik und vom BVA finden viele Versicherte der bankrotten City BKK weiterhin keine neue Kasse. Jetzt empörte sich der neue Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) darüber. Dieses Verhalten sei unerhört und rechtswidrig, sagte ein Sprecher Bahrs.

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