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Reiche Wirtschaft, armes Land

Allein der Terminalbetreiber Eurogate – einer von dreien – ließ im vergangenen Jahr 4,9 Millionen Container laden und löschen

Der Patient ist klinisch tot. Auf 16 Milliarden Euro belaufen sich die Schulden des Landes Bremen. Jedes Jahr fehlt eine Milliarde Euro in der Kasse. Indes hat das Gemeinwesen an der Weser noch längst nicht aufgehört zu atmen. Schließlich hat es ein starkes Herz – seine Wirtschaft.

Nach dem Zusammenbruch der Werften bis Mitte der neunziger Jahre hat sich die Wirtschaft der Region gut erholt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner liegt bei knapp 43 000 Euro und damit gleich hinter Hamburg mit knapp 50 000 Euro. Zum Vergleich: In Berlin beträgt das BIP je Einwohner 28 000 Euro. Mit einer wirtschaftlichen Gesamtleistung von etwa 28 Milliarden Euro steht Bremen unter den Bundesländern an fünfter Stelle.

Das BIP nach Einwohnern zu messen, ist aus der Sicht mancher Wirtschaftswissenschaftler nicht ganz korrekt. Denn vor allem in den Stadtstaaten werde ein Großteil der Leistungen von Pendlern erbracht. Für die Stadt Bremen beträgt diese Quote nach einer Analyse der Arbeitnehmerkammer aus dem Jahr 2009 43,2 Prozent. In Bremerhaven sind es sogar über 47 Prozent. Das bedeutet, dass ein Großteil des im Land Bremen erwirtschafteten Geldes ins Umland abfließt, die beiden Städte jedoch ihre Infrastruktur, etwa im Kult...


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