Keine pauschale Kritik am Wachstum

Ver.di-Ökonom Norbert Reuter über falsche Verzichtspredigten und das Verteilungsproblem

Dr. Norbert Reuter arbeitet im Bereich Wirtschaftspolitik des ver.di-Bundesvorstandes, ist Privatdozent für Volkswirtschaftslehre und Mitglied der Enquete-Kommission »Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität« des Deutschen Bundestages. Mit dem Ökonomen sprach ND-Mitarbeiter Velten Schäfer.

ND: Zwischen einer ökologisch argumentierenden Wachstumskritik und den Gewerkschaften hat es bis vor Kurzem wenig Berührungspunkte gegeben. Nun referieren Sie als Gewerkschaftssekretär auf dem Attac-Kongress zum Thema. Was werden Sie den Ökos sagen?
Reuter: Ich werde da über die grundsätzlichen Fragen sprechen: Brauchen wir Wachstum, und wenn ja, welches? Es geht wie so oft um einen Mittelweg: Man kann sich einerseits nicht hinstellen und rufen, die insgesamt bis zu 7 Millionen Arbeitslosen und Unterbeschäftigten dieses Landes dürften nicht in Lohn und Brot kommen, weil das zu Wachstum führt. Deshalb kann man Wirtschaftswachstum nicht pauschal verdammen. Auf der anderen Seite kann man auch nicht einfach sagen, es gibt keine ökologischen Probleme und keinen Grund, etwas zu ändern.

Bei ökologischen Themen hörten Gewerkschaften früher oft weg. Hat sich das verändert – auch bei den Kollegen, nicht nur unter den Hauptamtlichen und Vorde...


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